Internationale Tagung für Geistiges Heilen
vom 26. - 28. September 2003 in Berlin

Geistiges Heilen in Zeiten der Informations- und Wissensgesellschaft

Was ist Gesundheit - was ist Krankheit?:

An kaum einer anderen Fragestellung lässt sich das Weltbild einer Gesellschaft besser ablesen. Kommt dazu noch der Begriff: "geistiges Heilen" und impliziert weitere Fragen wie: was ist Geist? Was ist körperlich, was seelisch? - geht es an die Urfragen des Lebens. Sabine Wettig ist diesen nachgegangen anlässlich der Tagung für Geistiges Heilen in Berlin, die vom 26.-28.9.03 im Hotel Maritim stattfand.

Sie waren zahlreich erschienen: die "Mühseligen und Beladenen", oder auch all die, die Anregungen, Einblicke in therapeutische Arbeitsweisen und Ermutigung für den eigenen Weg, die berufliche Tätigkeit suchten. Der Besucherandrang zur dritten internationalen Tagung für geistiges Heilen in Berlin war in der Tat groß... Dafür bot das Hotel Maritim in der Friedrichstraße mit seinen gut ausgestatteten Konferenzräumen ein geeignetes Ambiente. Hier konnte man sich zum Thema informieren und aus unterschiedlichen Workshops internationaler Referenten den individuell geeigneten wählen oder auch die Informationsmesse für Bücher, Klangschalen etc. besuchen. Die VeranstalterInnen von Lebensbaum e.V., eines Wohn- und Gemeinschaftsprojektes mit sozialökologischer Ausrichtung hatten sich Mühe gegeben, ein möglichst breites Spektrum der Thematik rund um "Geistiges Heilen" vorzustellen.

Heiler-Werden durch Lebenskrisen

Eines scheint den meisten HeilerInnen gemeinsam zu sein: der Weg durch biographische Krisen, das Erfahren von Krankheit und Schmerz am eigenen Leib bis zu einer Begegnung mit einer "höheren Instanz" oder "inneren Stimme" mit darauffolgender Wandlung. Bei manchen bereitet sich diese Wandlung leise über Jahre, Jahrzehnte vor, bei anderen tritt sie wie ein plötzliches "Damaskus-Erlebnis" ein.

So auch bei Beatrice Anderegg aus Basel, die ihren SeminarteilnehmerInnen zu Anfang ihres Workshops "Wege zum Urvertrauen" ihren eigenen Lebensweg zur Heilerin schildert: wie immer wieder aus schicksalhaften Begegnungen und Umständen die Aufforderung zum Heilen erfolgte. Wie beispielsweise immer häufiger Psychiatriepatienten ihres Mannes, eines Pastors, sich in ihrer Küche einfanden um mit ihr zu sprechen; wie sie, als sie selbst krank ist, das unveröffentlichte Manuskript eines verstorbenen Arztes mit dem Titel: "Krankheit als Selbstheilung" in die Hände bekommt. Und schließlich ihre Begegnung mit dem englischen Heiler Tom Johanson auf einer Psi-Tagung in London, der zu ihr sagt: "Healing is very simple - Sie haben auch diese Gabe" und ihr seine Patienten vorbeischickt. So fängt sie an erst im kleinen Kreis an Freunden und Familie zu "üben". Heute ist sie eine der bekanntesten Heilerinnen der Schweiz. Sie arbeitet mit mehreren Ärzten zusammen und behandelt Menschen in seelischer und körperlicher Not durch "Händeauflegen und Gespräch" in der Elisabethenkirche in Basel. Dabei ist ihr Anliegen, den Menschen Mut zu machen, ihren eigenen Selbstheilungskräften bzw. der göttlichen Fügung zu vertrauen.

Ähnlich auch der Werdegang von Janet Solomon, deren Heilerinnen-Laufbahn mit fünfzig Jahren, inmitten einer schweren Lebenskrise, begann. Die ausgebildete Sängerin litt seither an Ohrgeräuschen (Tinnitus) mit hoher Lautstärke. Ihre Gabe entdeckte sie während eines stationären Aufenthaltes in der psychosomatischen Klinik in Bad Ramstedt: aus Mitleid mit anderen PatientInnen legte sie ab und an ihre Hände auf deren schmerzende Körperstellen. So heilte sie "aus Versehen" 16 Menschen in wenigen Wochen - zu eigener und der Verblüffung der anderen. Verständlicherweise wurde sie danach öfters eingeladen, mit der Klinik zusammenzuarbeiten. Ihre Therapie hat sie seither ständig weiterentwickelt und ist vom bloßen Händeauflegen zu energetischer Tiefenentspannung übergegangen. Sie versucht hierbei, den Patienten in die elektromagnetische Schwingung des Heilens, die identisch mit der elektromagnetischen Schwingung der Erde sei (7,8 - 8 Herz), zu bringen. Dazu gibt sie beispielsweise eine Entspannungsübung, die man täglich zwei mal für ca. zehn Minuten ausüben sollte: Man nehme einen (positiv besetzten) Begriff während des Einatmens und einen anderen während des Ausatmens (z.B.: Gottesvertrauen/ Zuversicht) und konzentriere sich die zehn Minuten nur darauf. Alle anderen Gedanken verschwinden nach und nach und auch der Begriff verschwindet irgendwann. Hier kann der energetische Zustand der Tiefenentspannung einsetzen. Dieser zielt auf die "Leerstellen" zwischen den Gedanken: die Masse an Gedanken, die wir täglich denken, seien immerhin an die 12 000, und in einer Analogie zu einem digitalen Bild seien die Pixels vergleichbar mit den Gedankenelementen und die "Leerstellen" die mögliche Energie zur Tiefenentspannung, welche kaum genutzt wird.

Der Besucherandrang in diesen Workshops war unverkennbar hoch: der Kreis, in dem gearbeitet wurde, vergrößerte sich ständig. Mit glücklichen Gesichtern kamen die Menschen zum Ende der Seminare aus den Türen. Sie hatten etwas mitgenommen, eine praktische Erfahrung, ein Erlebnis, das sie ein Stück näher zu sich selbst brachte, Liebe, Vertrauen.

Sich dem "Wahrheitsbgriff" annähern

Auffällig wenige InteressentInnen besuchten hingegen die Veranstaltungen, welche sich mit den wissenschaftlichen / theoretischen Fragen des geistigen Heilens beschäftigten: So auch das Seminar von Prof. Dr. Arnim Bechmann mit dem Titel: "Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar?" Im Gegenzug diskutierten die wenigen Menschen, die hier teilnahmen, umso intensiver nach Beendigung des Vortrags über die vorgestellten Thesen.

Prof. Dr. Bechmann, Mathematiker, Landschaftsökonom und Initiator des Zukunftszentrums Barsinghausen versuchte den Entwurf eines Geist-Seele-Körper-Modells unter Einbeziehung naturwissenschaftlicher Modelle aus der Quantenphysik und Systemtheorie. Als Basis Element zur Erweiterung naturwissenschaftlicher Modelle nannte er die Forschungen Rudolf Steiners, die heute in einigen Lebensbereichen praktisch genutzt werden (Landwirtschaft, Medizin, Pädagogik etc). Dieser hätte auch schon am Anfang des letzten Jahrhunderts der Menschheit der Zukunft "die Fähigkeit zur Selbstheilung als Emanzipation" vorausgesagt. Aus dem Publikum kam dann auch der Einwurf: das passive Sich-Hingeben an einen Geistheiler sei ein gegenteiliger Prozeß zur geistigen Höherentwicklung und ein Verzicht auf Persönlichkeit. Eine wirkliche Heilung geschehe nur in der Begegnung zwischen dem Ich des Heilers und dem Ich des Patienten.[ Anm.: In der Anthroposophie Rudolf Steiners wird der Geist als der Teil des Menschen betrachtet, der nicht erkranken kann. Was erkrankt, sind Seele und Körper.] Worauf ein anderer Teilnehmer wiederum entgegnete: es gehe bei dieser Veranstaltung doch um das Brückenbauen zwischen Wissenschaft und geistigem Heilen, es gehe um eine Annäherung an den "Wahrheitsbegriff". Der Geist schaffe sich seine Wahrheit jeden Moment neu, was inzwischen in der Physik ( u.a. Heisenberg'sches Unschärfeprinzip) längst bekannt ist, dass nämlich zwischen Beobachter und dem Beobachteten eine Beziehung besteht, die sich gegenseitig beeinflusst. Insofern können alle sogenannten "Naturgesetze" nur "Modelle" sein. Der Referent widerlegte: alles als geistige Projektion des Menschen zu bezeichnen widerspräche der Empirie als historischem Instrument der Naturwissenschaft. Insgesamt war man sich jedoch einig, dass es wichtig ist bei der derzeitigen Verschlechterung durch die Gesundheitsreform gegen die Ausgrenzung guter Biologen, Physiker und Mediziner und für den Erhalt der Naturarzneien und alternativer Heilmethoden zu kämpfen.

Synergie Effekte - oder: der Eid des Hippokrates

Der Eid des Hippokrates (alles Wissen zum Wohle des Patienten einzusetzen), den jeder Arzt zu Beginn seiner Tätigkeit ablegt, müsste den Zusatz tragen: "Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, suche ich eine Methode / einen Arzt, der / die meinem Patienten besser hilft".

So Dr. Beat Schaub, dessen Seminar über "Synergie Effekte in der Heilkunst" zu den theoretischen, weniger besuchten Seminaren gehörte, in dem aber dafür umso mehr zur Sprache kam. Zustande kam eine rege Diskussion zwischen Ärzten, Heilern und Betroffenen über die zunehmenden Zwänge im Gesundheitssystem. Dr. Schaub hat ein Netzwerk unter dem Stichwort: "coaching-for-health" entwickelt, das ein Informationsmedium für Ärzte, Heiler und Patienten gleichermaßen werden soll. Wichtig sei es, die Lobby für alternative Heilweisen im heutigen Gesundheitssystem zu stärken und das könne man nur, indem Behandlungsverläufe dokumentiert werden. Vergleiche und Statistiken fehlen generell in Praxen und Zeitzwänge durch Kassenvorschrift setzen den / die Behandler/In zunehmend unter Druck. Deshalb sei es enorm wichtig, Behandlungsverläufe dokumentieren und präsentieren zu können, um diejenigen Behandlungen, die teuer sind und nichts bringen, wegrationalisieren zu können. Ebenso können so die Heilerfolge alternativer Heilkunst bewiesen werden.

Hier setzte eine heftige Diskussion ein zum Thema Ökonomie und Gesundheitswesen: Wie können Ärzte beispielsweise offensichtlich finanzschwachen Menschen, Rentnern oder Sozialhilfeempfängern teure Wunderheiler im Ausland empfehlen?!

Dazu erzählte der Referent ein Fallbeispiel einer 30-jährigen Patientin mit Bandscheibenvorfall, deren Operation die Kasse 40 000 Franken gekostet hätte. Diese Patientin entschloß sich kurz vor OP-Termin, ein "Wurzelmännchen" in den Bergen aufzusuchen, welcher ihr eine Einlage gab, die ihr half. Kostenpunkt 100 Franken. Die Kasse hat dies nicht übernommen. (!!)

Eine Krebserkrankte erzählte von ihrem Arzt, der ihr die teuren Präparate mit vielen Nebenwirkungen verschrieb, weil er mit der Pharmafirma einen Vertrag hatte. Die kriminellen Aktivitäten von Pharmaindustrie und manchen Ärzten hatten noch weitere Beispiele: Die "Sonderreisen für Ärzte" in Norwegische Fjorde oder anderswohin mit diversen Produktverträgen im Koffer, wie Ärzte von der Pharmaindustrie regelrecht "gekauft" werden. Oder das Beispiel eines Kindes, dem das Trommelfell gerissen war durch einen Tauchunfall. Der OP-Termin war schon festgesetzt, doch die Mutter wollte es mit Homöopathie versuchen - und tatsächlich: Lycopodium C30 half, das Trommelfall wuchs wieder zusammen. Tage später rief der erzürnte Chirurg bei dem behandelnden Arzt an: "Herr Kollege, Sie wissen doch, man darf nicht in fremden Gärten spazieren gehen!"

Schließlich kam man in der Diskussion auf Vorbilder aus anderen Kulturen: Im alten China wurden Ärzte nur bei Erfolg / Heilung bezahlt. Bei einem Volksstamm im heutigen Brasilien, ist jeder, der eine Krankheit überwunden hat, zum "Heiler", zum Vorbild, geworden. Heiler haben in vielen Kulturen aber auch eine Machtstellung, die es ihnen erlaubt Angstmacherei zu betreiben. (In diesem Fall: was man dem "Heiler bezahlt, ist "Strafgeld" dafür, dass man nicht an seine eigenen Selbstheilungskräfte glaubt).

Gesundheit und Krankheit lassen sich nicht so einfach definieren. So hat eine Heilerin zum Ende noch eingeworfen, dass es "Heile Kranke" und "Krankhaft Gesunde" gäbe. Letztere tun sich dadurch hervor, dass sie den anderen selbstgerecht Ratschläge erteilen, "Du musst dieses und jenes...", womöglich "du bist selbst schuld" und gar nicht merken, wie sie vor "krankhafter Gesundheit" strotzen.

Innere Bilder als Heilfaktoren

Dr. Ronan Basu, Arzt und Pathologe aus London stellt zu Anfang seines Seminars die Frage: Was kann ich euch geben, was ihr nicht habt? Er habe in fünfzig Jahren nur eine Sache gelernt, die dem Sanskrit-Wort für die menschliche Begrüßung entspreche. Übersetzt bedeute es etwa: "Ich respektiere Deinen Raum, wenn Du in Deinem Raum in Dir selbst bist und wenn ich in meinem Raum in mir selbst bin, so sind wir nur noch eine Person". Die Götter würden erfreut durch eine solch tiefe Art von menschlicher Kommunikation. Ob die Wissenschaft es "Energie" oder die Theologen es "Gott" nennen, es sei dasselbe. Vorstellungen sind bildhaft und wenn man sich etwas wünscht, muß man es sich nur bildhaft vorstellen und mit Liebe aufladen - es wird passieren. Man müsse sich aber klar sein über die Konsequenzen, die der eingetretene Wunsch mit sich bringe. Und immer wieder: loslassen können, um zu empfangen. Was uns hindert sind unsere "Rational -lies", das Gefängnis unseres Verstandes. Für die Sicherheit des Gewohnten kreieren wir unser eigenes Gefängnis. Wenige Menschen sind bereit, diese "Sicherheit" aufzugeben.

Von dem Kampf zwischen Verstand und Gefühl sprach auch Dr. Dorothea von Stumpfeldt in ihrem Kursus über geistiges Heilen innerer Strukturen und äußerer Krankheiten. Dazu gab sie eine Meditation, in der zuerst der "Kopf" anerkannt und gewürdigt wird für sein andauerndes Bestreben, die "Sache unter Kontrolle zu halten". Was zu einer bestimmten Zeit seine Berechtigung hat im Leben, stimmt zu einer anderen Zeit nicht mehr. Deshalb geht es darum, erst alle Dinge anzuerkennen, bevor sie sich verwandeln und vervollkommnen können. So wurden die TeilnehmerInnen in der Meditation angeleitet vom Kopf zum Bauch zum Herz zu gehen und zu spüren, was dort geschieht. Für den Umgang mit inneren Bildern sei Offenheit und Hingabe zum Verstehen dessen, was sich da zeigt, erforderlich. Zu den Bildern sagen: Hallo ich nehme Dich wahr, was willst Du mir sagen, was brauchst Du?- und dabei immer wieder danken und um Hilfe bitten.

Wichtig sei bei all dem jedoch die Unterscheidung zwischen spiritueller und materieller Welt. Sehe ich beispielsweise einen Mann mit Messer im Bild auf mich zukommen, kann ich das Bild fragen: Was willst Du mir sagen? Dies würde ich in der Realität jedoch anders handhaben! Bedrohung oder Widerstände sind auf der physischen Ebene andere als auf der bildhaften. So unterscheidet Dorothea v. Stumpfeldt bei Bildern nur zwei Energieformen: Eine lichte, unterstützende Energie ( das "Geschenk", der "Engel") und eine Energie, die meine Unterstützung möchte. Diese zweite Energie kann Hilfe bekommen, indem ich bei der ersten um Unterstützung bitte.

Eine weitere Traumreise / Meditation führte die TeilnehmerInnen an die Erfahrung ihres inneren Heilortes. Diese sehr intensiven Erfahrungen und Bildwahrnehmungen wurden anschließend im Plenum ausgetauscht. Dorothea v. Stumpfeldt hatte auf diese Weise Einblick gegeben in ihre "Emotionale Prozess Arbeit", ein selbst entwickeltes Heilungskonzept, welches sie seit einigen Jahren mit zwei weiteren Kolleginnen anwendet.

Brückenbau zwischen Schulmedizin und geistigem Heilen geht über den Patienten

In der Podiumsdiskussion zwischen ReferentInnen und BesucherInnen wurde als zentrale Frage herausgearbeitet, wie die Verbindung zwischen Schulmedizin und alternativen Heilweisen aussehen könne - und dass das tragende Element hierbei der Patient selbst sei. Er / sie kann selbst entscheiden, welche Heilweise / Therapie er / sie braucht und gegebenenfalls den Schulmediziner darauf hinweisen.

Informationen über Adressen / Therapieangebote können aus dem Internet oder menschlichen "Netzwerken" bezogen werden. Wichtig ist es, diese Netzwerke zu stärken. (Siehe: Coaching for health)

Beispielsweise hat sich aus der allgemeinen Unzufriedenheit mit den Krankenkassen ein selbstorganisiertes Netzwerk (Artabana) gegründet, welches seinen Mitgliedern im Krankheitsfall medizinische Leistungen finanziert. Jeder zahlt nach Selbsteinschätzung ein und wenn ein Mitglied Sonderleistungen benötigt, wird demokratisch über die Höhe der Beteiligung abgestimmt. Dieses Projekt ist beispielsweise ein erster Schritt hinaus aus den gängigen Zwängen unseres Gesundheitssystems, insbesondere dem Druck der Krankenkassen. Solche und andere Projekte werden sich vermehrt bilden in der Zukunft, wenn sich "der Patient" von der Basis aus meldet. Das ist das Zukunftsbild eines "aktiven Patienten".

Auch die VeranstalterInnen setzten auf "aktive TagungteilnehmerInnen": Für jede/n lagen gut ausgearbeitete Evaluationsbögen aus mit Fragen nach Bewertung der Tagung und eventuellen Vorschlägen. Aktiv zeigten sich die TeilnehmerInnen auch zum Ende der Tagung, indem sie anstatt der geplanten Diskussion spontan einen Kreistanz mit Ruth Davis als Abschiedsritual bevorzugten. Auf diese Weise wurden die am Wochenende gewonnenen Erkenntnisse durch Bewegung abgerundet und harmonisiert.

Ein humoristischer Einwurf zum Schluß: Nachdem in der Podiumsdiskussion über die einseitigen Modelle des Mediziners: einen Körper ohne Seele - und des Heilers: eine Seele ohne Körper - zu behandeln und die Herausforderung an Zukunftsmodelle der Wissenschaft, dieses beides zu verbinden, gesprochen wurde, stellte eine Teilnehmerin noch eine Frage. Ob man denn,[ bei Familienaufstellungen in denen auch die Verstorbenen eine Rolle spielen,] auch die Krankheiten der Verstorbenen heilen könne? Und ob diese dann in ihrer nächsten Wiedergeburt von der Krankheit frei wären? Mir fiel ein Stein vom Herzen, als die Referentin vom Podium aus sagte: das könne sie leider nicht beantworten.

Sabine Wettig ist Heilpraktikerin und Pädagogin
und schreibt derzeit an einer wissenschaftlichen Arbeit über bildhaftes Denken.
Veröffentlichungen: Imagination in der Übergangsgesellschaft,
Frankfurt/O., 2000

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Letztes Update: 05.04.2004
www.heilertagung.de